Marktmeisterschaften
„Geniale Idee“ lebt weiter
Ein Sportverein lebt nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch außerhalb. Was ist damit gemeint? Bei den Volleyballern des ATSV Kallmünz ist es das Engagement in der Gemeinde. Und hier hatten die Volleyballer anno 1991 eine „geniale Idee“: Die Marktmeisterschaft. Unter der Leitung von Hubert Schießl, dem damaligen Abteilungs-Boss, und Turnierleiter Michael Zenger wurde das Großprojekt vor 13 Jahren gestartet. „Genial“ deshalb, da sich im Zwei-Jahres-Rhythmus die einzelnen Vereine und Gruppierungen aus dem Marktbereich treffen, um gemeinsam den Sport auszuüben, den die ATSV-Volleyballer so lieb gewonnen haben.
Der Zwei-Jahres-Rhythmus bringt Vorteile mit sich.
Erstens: Die Abteilungsmitglieder müssen nicht jedes Jahr den Kraftakt bewältigen und haben im „Nicht-Marktmeisterschaft-Jahr“ Zeit, andere Projekte umzusetzen.
Zweitens: Die Idee läuft sich nicht tot, da auch die teilnehmenden Teams „ein Jahr verschnaufen“ können, um dann gestärkt ins Wettkampfgeschehen eingreifen zu können.
Die steigende Zahl der Teams, 1991 waren es noch 12, 2002 wurde der Höhepunkt (21) erreicht, zeigt, dass das Konzept ankommt.
Eines ist in all den Jahren gleich geblieben: Die Volleyballer präsentieren sich als „große Familie“. Von der Planung – Monate zuvor wird der Fahrplan zurechtgelegt, werden Ausschreibungen verschickt, T-Shirts gedruckt und Preise organisiert – bis zum Turnierwochenende halten die Volleyballer zusammen. Die Last wird auf viele Schultern verteilt. Wobei es ohne eine Führungsspitze nicht möglich wäre. Bis vor zwei Jahren stemmte Hubert Schießl, der von vielen auch als „Vater der Marktmeisterschaft“ bezeichnet wird, mit seinen Helfern die Rundum-Organisation. Seit 2003 ist nun Anton Menath, der neue Abteilungsleiter, in der Pflicht. Die Turnierleitung ist seit Beginn fest in Händen der Familie Zenger – mit dem Ex-Herren-Coach Michael Zenger an der Spitze.
Doch was zählt, ist das Kollektiv und das heißt bei den Volleyballern des ATSV Kallmünz: „Die große Familie!“