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Von Gänsen und begossenen Pudeln.
Ganz "klassisch" hatten wir es geplant: Zuerst Bewegung, dann Belohnung.
Dem eigentlichen Martinstag etwas voraus wollten wir über den Gangsteig Dinau erreichen und im Gedenken an den Hl. Martin und zu seinen Ehren eine Gans essen.

War es vielleicht Frevel, bei einem Heiligen nur ans Essen zu denken?
Denn wie sonst konnte es sein, dass wir kaum auf dem Weg nach Dinau in den "wunderschönsten" aller Regen gerieten.

Quer strich dieser über den Bergkamm als wir langsam über Dallackenried auf Dinau zugingen und keiner von uns mehr wusste aus welcher Richtung er eigentlich kam und uns bis auf die Haut durchnässte.
So dämmerte es manchem wahrscheinlich dann auch, was es sprichwörtlich heißen kann: "Wie ein begossener Pudel".
Marianne und Rupert Koller erwarteten uns um 18:30 Uhr. Pünktlich, wie mich der Wirt fast schon väterlich belehrte: Denn eine Gans muss!!! auf den Punkt gebraten auf den Tisch kommen – eben á la minute.

Zum Glück hatten wir zeitlich etwas Vorsprung und somit ausreichend Gelegenheit uns optisch wieder "in Form" zu bringen.

Schon beim Eintreten hatte ein unwiderstehlicher Bratenduft unseren Verstand benebelt und verlangte viel Geduld und Disziplin, während die Minuten doppelt so langsam verrannen, bis das Essen mit dem Salat eröffnet werden konnte.

Endivien und Sellerie, nichts anderes durfte auf den Teller kommen. Blaukraut, Knödel und als Höhepunkt dann die Gans, selbst Alfons Schubeck hätte seine Freude daran gehabt.

Ein wohliges Gefühl legte sich anschließend über alle und nachdem eine Gans "schwimmen" muss, nahmen wir nur zu gerne die Nachspeise in Form eines Stamperls "Willi" zu uns – sehr zum Leidwesen unseres Kassiers, den wir aber dafür ordentlich hochleben ließen.

Zuhause dann in die "Gänsefedern" sinkend kam nur mehr ein Gedanke: So a Gans iis ganz woas guads und warm halt'n duads aa.

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