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Herbstlaub und Kastanie
Eine Wanderung durch die nahe Heimat, die manchem dennoch Neues bot...
Was konnten wir mehr erwarten: Sommerliche Temperaturen im Oktober, eine Landschaft eingetaucht in die Farben des Herbstes und ein Weg, der so manchen mit seiner "Geschichte" in den Bann zog und mit unbekannten Weitblicken überraschte.

Schon der "Rote Felsen" beim ehemaligen Widtmannkeller (= zur "Roten Amsel") und das "Osterloch" im Fallgatter bot ausreichend Gelegenheit zur Heimatkunde.

Am Hammerschloss in Traidendorf vorbei erreichten wir zunächst Rohrbach, dem Bach folgend Carolinenhütte und Lauf.

Dort wechselten wir wieder auf die linke Bachseite und am Anstieg zum Ammelhof wurde dann jedem bewusst, was ihm auf den nächsten Kilometern "bevorstand".
16 % Prozent Steigung (über)forderten den einen oder anderen dann doch etwas und so war man(n) / frau froh am "Geyerhof" Gelegenheit zum Verschnaufen zu finden - etwas mitleidig von den Pferden in der Koppel betrachtet.

Das Mittagessen wie eine "Fata Morgana" vor den Augen sammelten alle noch einmal ihre Kräfte um über Ammelacker Dinau zu erreichen, nicht ohne vorher den Blick auf eine faszinierende Herbstlandschaft zu richten.

"Die Ortschaft da hinten und dort....." kamen die Fragen und es erinnerte ein wenig an das geliebte "Stadt, Land, Name, Fluss" der Kindheit.

Unmittelbar vor uns Kleinmittersdorf und Loh, Oberwahrberg, Rechberg, Hochdorf, etwas näher wieder der Mollerhof.
Über Ponholz, Burglengenfeld ging der Blick dann hinüber vom Münchshofer Berg, von dort weiter mit Schwandorf am Horizont bis herüber zum Truppenübungsplatz um Hohenfels.
Nach diesem "optischen" gab es dann bei Marianne und Rupert Koller ein "kulinarisches" Vergnügen.
Eine Speisekarte bodenständig und ehrlich wie wir es gerne überall hätten. Salat, der auch nach Salat schmeckt und der Jahreszeit entspricht. Keine "gefrästen" Karotten und Bohnen aus der Dose, kein "Firlefanz" auf dem Teller – mehr Gag als Essen, sondern Braten und Soßen wie zuhause.
Mein Tipp: Reh- oder Sauerbraten, die Soßen mit einem dezenten Lebkuchenaroma.
Es war dann schon schwer erneut auf "die Beine zu kommen" aber wieder entschädigte eine Bilderbuchlandschaft aufs Neue.

Über den Dinauer Gangsteig kamen wir zurück nach Kallmünz mit einem grandiosen Blick auf Burg und Ortskern. Spätestens da wurde uns wieder bewusst, weshalb Kallmünz so viele Künstler und Touristen anzog und es noch immer tut.
Anmerkungen: Zur Geschichte des "Roten Felsen / Osterloch" usw. empfiehlt sich die "Ortsgeschichte Kallmünz" von Alois Knauer im Verlag Laßleben. Kein Geheimtipp mehr aber immer zu empfehlen: Gasthof Koller, Dinau Zur Strecke: Der Weg über Rohrbach, Ammelacker bis Dinau lässt sich in gut 2:30 Std. erlaufen, ab Dinau dem Gangsteig folgend in 1:30 Std.
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